Besuch bei Bayer in Berkeley (v.l.): Dr. Wolfgang Plischke, Vorstandsmitglied der Bayer AG, Monique Mendoza, Mitarbeiterin von Bayer in Berkeley, Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bayer-Ländersprecher für Nordamerika Greg Babe und Jörg Heidrich, Leiter Product Supply Biotechnology.
Bundeskanzlerin beeindruckt von Bayer in Berkeley
Berkeley, April 2010. Hoher Besuch bei Bayer in Berkeley:
Die deutsche Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel nahm sich im Rahmen ihrer USA-Reise knapp eine
Stunde Zeit, um sich bei Bayer über die Vorzüge des Biotechnologie-Clusters im kalifornischen
Berkeley sowie die komplexe biotechnologische Entwicklung und Produktion des Bluterpräparats
Kogenate zu informieren.
Präsentation des Hightech-Standorts
Begleitet wurde sie dabei von einer hochrangigen politischen Delegation – unter anderem von
Regierungssprecher Ulrich Wilhelm sowie dem deutschen Botschafter in den USA, Klaus Scharioth – und
knapp 40 deutschen Journalisten. Bayer-Vorstandsmitglied Dr. Wolfgang Plischke, Nordamerika-Chef
Greg Babe und Jörg Heidrich, Leiter Product Supply Biotechnology, begrüßten die Kanzlerin und ihre
Delegation und gaben einen Überblick über die politischen, wissenschaftlichen und wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen am Hightech-Standort Berkeley.
Nach einer Diskussionsrunde besuchte Kanzlerin Merkel auch die hochmodernen Verpackungslinien
in der Kogenate-Produktion. Bayer erzielte mit diesem Präparat im Jahr 2009 rund 900 Millionen Euro
Umsatz. Die mehr als 1.300 Produktionsmitarbeiter aus 47 Ländern stellen am Standort in einem sehr
aufwendigen, neun Monate dauernden biotechnologischen Prozess pro Jahr gerade einmal 500 Gramm
reinen Wirkstoff her. Dieser hilft Patienten, die an Hämophilie A leiden. Dabei handelt es sich um
eine Erbkrankheit, bei der entweder gar keine oder zu geringe Mengen des Blutgerinnungsfaktors VIII
im Blut vorhanden sind.
Die Bundeskanzlerin zeigte sich ebenso wie ihre Delegation sehr beeindruckt von den Hightech
Herstellungsverfahren bei Bayer in Berkeley. Groß war auch die Freude bei den Bayer-Mitarbeitern
über den hohen Besuch. "Wir konnten der Bundeskanzlerin in Berkeley sehr anschaulich zeigen, dass
exzellente Forschung die Voraussetzung ist, um innovative Medikamente und Behandlungsmöglichkeiten
zu entwickeln und erfolgreich auf den Markt zu bringen. Hierbei spielen gute Rahmenbedingungen eine
entscheidende Rolle", sagte Plischke.
Bereits seit den 70er Jahren unterstützt die amerikanische Regierung die Förderung der
Biotechnologie in der so genannten "Bay Area" – beispielsweise durch Steuervorteile für Forschungs-
und Entwicklungsaufwendungen. Zudem bieten mehr als 25 führende biopharmazeutische akademische
Einrichtungen hervorragende Möglichkeiten für Forschungskooperationen. Dadurch entsteht auch ein
guter Zugang zu hoch qualifizierten Experten. Derzeit sind in der Region Berkeley mehr als 3.800
Life Science-Unternehmen angesiedelt, davon 1.400 im Bereich der Biotechnologie. Mehr als 120.000
Menschen sind in diesen Unternehmen beschäftigt. Bislang hat dieses Exzellenz-Cluster mehr als
1.700 Therapien und Behandlungsmethoden hervorgebracht – mehr als 1.000 Entwicklungskandidaten
befinden sich derzeit in den Phasen I und II von klinischen Studien.