Kooperation von Bayer MaterialScience, Bayer Technology Services und RWTH Aachen
In Aachen hat am 25. Februar 2008 ein neues
Katalyse- zentrum seine
Arbeit aufgenommen, das mit mehr als sieben Millionen Euro vom Bayer-Konzern gefördert wird. „Um
unsere Innovationskraft weiter zu stärken, unterstützen wir exzellente Leistungen und Talente auf
wissenschaftlicher Ebene“, sagte Peter Vanacker, Mitglied des Executive Committee von Bayer
MaterialScience und Leiter der Business Unit Polyurethanes. Die Katalyse sei längst zu einer
Schlüsseltechnologie in der chemischen Industrie geworden, so Vanacker weiter. „Wir halten das
Innovationspotenzial nach wie vor für groß - und es ist unser Ziel, durch diese Forschungsarbeiten
nachhaltig Wettbewerbsvorteile zu erhalten.“
„Die Entwicklung gänzlich neuer katalytischer Prozesse, wie wir sie in dem gemeinsamen Zentrum
anstreben, öffnet viele Chancen und stellt gleichzeitig eine entscheidende wissenschaftliche
Herausforderung für eine nachhaltige Entwicklung der stofflichen Wertschöpfungskette dar“,
erläuterte Professor Dr. Walter Leitner, wissenschaftlicher Leiter des neuen Zentrums. Die
geplanten Forschungsprojekte beinhalten zum Beispiel Fragestellungen zur Synthese niedermolekularer
Polymerbausteine für Spezialkunststoffe oder die Erschließung alternativer Rohstoffquellen zum
Beispiel durch die Aktivierung von CO2 als Synthesebaustein. Eine nachhaltige Chemie hilft auf
diesem Wege, Prozesse effizienter zu gestalten, was wiederum den Energieverbrauch sowie die
Emission von CO2 senken kann.
Kooperation zwischen Industrie und Hochschule
Bayer unterhält vielfältige Kooperationen mit Instituten und Hochschulen im In- und Ausland. Mit
dem Konzept der Einrichtung eines gemeinsamen Zentrums im Bereich der Grundlagenforschung an einer
führenden deutschen Hochschule beschreitet das Unternehmen neue Wege in seiner
Kooperationsstrategie. „Mit innovativen Ideen können zum einen selbst jahrzehntealte Verfahren
deutlich wirtschaftlicher gestaltet werden. Zum anderen ermöglichen sie die Entwicklung neuer
Prozesse, die das tägliche Leben ganz im Sinne des Konzern-Leitbilds ,Science For A Better Life’
verbessern“, so Dr. Helmut Mothes, Leiter Process Technology bei Bayer Technology Services.
In direkter Nachbarschaft zum Institut für Technische und Makromolekulare Chemie (ITMC) der
RWTH, dessen Geschäftsführer ebenfalls Professor Leitner ist, stellt die Hochschule die notwendigen
Laborräume auf einer Fläche von insgesamt rund 400 Quadratmetern am Standort Seffent/Melaten zur
Verfügung. In dem neuen Katalysezentrum werden bis zu 16 junge Forscher in enger Kooperation mit
Experten von Bayer MaterialScience und Bayer Technology Services Grundlagenwissen auf dem Gebiet
der Katalyse erarbeiten.
Über die RWTH Aachen
In den neun Fachbereichen und über 85 Studiengängen der RWTH Aachen sind über 30.000 Studierende
eingeschrieben, davon circa 5.000 aus dem Ausland. An der Hochschule lehren etwa 440 Professorinnen
und Professoren und rund 6.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind hier beschäftigt. Im Rahmen
der bundesweiten Exzellenzinitiative war die RWTH Aachen in allen drei Förderlinien erfolgreich.
Neben dem Zukunftskonzept werden jetzt insgesamt drei Exzellenzcluster und eine Graduiertenschule
gefördert.