Dr. Oliver Martin
– Projektleiter
Im Juni 2006 trat Dr. Oliver Martin seinen ersten Job nach dem Studium an. Der frisch promovierte
Chemiker stieg als Projektleiter bei Bayer Business Services, dem IT-Dienstleister des
Bayer-Konzerns, ein. Im Interview blickt der heute 34-Jährige auf seine ersten zwei Jahre als
Chemiker im IT-Geschäft zurück. Und zieht ein positives Fazit.
Als Chemiker in einem IT-Unternehmen zu arbeiten entspricht nicht unbedingt dem klassischen Werdegang. Wie sind Sie gerade auf Bayer Business Services gekommen?
Nach dem Studium habe ich mir zunächst offen gehalten, ob ich in meinem Job weiter forschend tätig
sein möchte. Daher habe ich mich auch auf ganz unterschiedliche Stellen beworben. Klar kannte ich
Bayer und wusste auch von der Holding-Struktur. Auf Bayer Business Services bin ich aber erst
während der Jobsuche aufmerksam geworden. Da ich mich in meiner Dissertation bereits mit IT-Themen
beschäftigt habe, klang das Unternehmen für mich interessant. Also habe ich mich beworben.
In großen Konzernen verlaufen Einstellungsprozesse oft mühsam. Mussten Sie lange auf eine Reaktion auf Ihre Bewerbung warten?
Nein, damals ging alles sehr schnell. Kurze Zeit später saß ich mit dem Geschäftsfeldleiter des
Bereiches Science & Technology sowie mit drei Abteilungsleitern beim Vorstellungsgespräch.
Und wie ist das Gespräch abgelaufen?
Der Termin fand vormittags statt. Anschließend bin ich mit zwei meiner späteren Kollegen zum
Mittagessen gegangen. Das ist ungewöhnlich, aber ich habe es als sehr sympathisch empfunden. So
habe ich aus erster Hand erfahren, womit man sich als Mitarbeiter bei Bayer Business Services
täglich beschäftigt – und in welchem Umfeld man das tut.
Das hört sich nach einem guten ersten Eindruck an. Wie ist es dann weitergegangen?
„Wir würden Ihnen gerne ein Angebot machen.“, war einer der ersten Sätze, die ich nach der
Mittagspause gehört habe. So schnell hatte ich gar nicht damit gerechnet. Ich habe mich natürlich
gefreut, habe mir aber trotzdem 48 Stunden Gedenkzeit erbeten, da ich noch andere Angebote hatte.
Und warum haben Sie sich für Bayer Business Services entschieden?
Ich habe auf mein Bauchgefühl gehört. Das Unternehmen, das Umfeld und die Kollegen, die ich bereits
beim Vorstellungsgespräch kennengelernt habe, waren mir einfach sympathisch.
Wie viel Zeit ist dann vergangen, bis Sie die Stelle angetreten haben?
Seitens des Unternehmens wäre das sehr schnell gegangen. Da ich meine Dissertation aber noch fertig
stellen musste, habe ich darum gebeten, etwas später einsteigen zu dürfen. Nach Abschluss meiner
Arbeit und einem kleinen Urlaub habe ich dann im Juni 2006 bei Bayer Business Services angefangen.
Wie sind Sie in dem neuen Umfeld aufgenommen worden?
Die Atmosphäre war sehr locker und offen, sodass ich mich von Anfang an wohl gefühlt habe. Vor
allem das Arbeiten im Team hat mir nach meiner Zeit als Doktorand an der Uni sehr gut gefallen.
Ein angenehmer Kollegenkreis ist die eine Sache. Aber hat das Unternehmen Sie beim Einstieg in das neue Umfeld unterstützt?
Der Einstieg wurde mir leicht gemacht. Ich habe eine Eingewöhnungszeit von vier Wochen eingeräumt
bekommen, die ich komplett dazu nutzen konnte, mir ein Bild von dem Unternehmen und der Arbeit dort
zu machen. Am Ende dieser Zeit sagte ich von mir aus, dass ich nun durchstarten wollte. Zwei Tage
später hatte ich die Verantwortung für mein erstes Projekt.
Entsprachen die Aufgaben Ihrer Vorstellung von dem Job?
Ja. Die Jobausschreibung war sowieso ziemlich allgemein gehalten. Das hatte mich zunächst etwas
gewundert, aber im nachhinein wurde mir klar, welche Absicht dahinter steckt. Schon während des
Vorstellungsgespräches wurde ich explizit gefragt, wo ich selbst mein Einsatzgebiet sehe. Und so
ist es dann auch gekommen.
Haben Sie heute das Gefühl, das Wissen aus dem Studium und Ihrer Promotion für Ihre Arbeit einsetzen zu können?
Unbedingt. Das ist hier zwar eine ganz andere Welt, als an der Uni, aber mein Wissen ist mir
ungeheuer nützlich. Schließlich habe ich jeden Tag mit Chemikern und Informatikern zu tun und muss
beide Sprachen sprechen. Zwar programmiere ich heute nicht mehr selbst, aber der generelle
IT-Sachverstand ist täglich gefragt.
Sie sind jetzt seit fast zwei Jahren im Unternehmen. Hat sich Ihr Aufgabengebiet zwischenzeitlich verändert?
Natürlich sind die Projekte, die ich leite heute andere und teilweise größere, als zu Beginn meiner
Arbeit hier. Die Stelle ist aber nach wie vor die Gleiche.
Auch nach einer guten Ausbildung wird es immer wichtiger, sich weiterzubilden. Welche Möglichkeiten bietet Bayer Business Services in diesem Bereich?
In unserem Bereich hat jeder Mitarbeiter jährlich zehn Tage zur Verfügung, um sich weiterzubilden.
Aktuell nehme ich an der Project Leadership Acadamy teil, die Bayer Business Services ins Leben
gerufen hat. Dabei liegt der Schwerpunk ganz klar auf Softskills wie Kommunikation, Rhetorik und
systemischem Denken. Gerade in forschungsnahen Bereichen ist es außerdem besonders wichtig,
aktuelle Entwicklungen mitzuverfolgen. Zumal wir auch im Innovationsgeschäft tätig sind, ist da
keine Zeit zu verlieren.
Der Bayer-Konzern ist ein international tätiges Unternehmen. Spüren Sie das in Ihrem Arbeitsalltag?
Selbstverständlich! Ich bin in verschiedenen internationalen Projektteams tätig. Momentan sind die
Berührungspunkte mit Nordamerika am stärksten, daher sind einige der Teammitglieder aus Leverkusen
auch gerade dort. Heute Nachmittag steht noch eine Telefonkonferenz mit Nordamerika an.
Reisen Sie denn auch persönlich für Ihre Projekte um die Welt?
Bisher hat meine Arbeit in Leverkusen stattgefunden. Aber natürlich wäre ich auch bereit zu reisen
und würde das gerne tun. Schon während meines Studium habe ich rund neun Monate in Australien
verbracht, um dort im Rahmen eines Forschungsstipendiums einen Teil meiner Dissertation fertig zu
stellen.
Würden Sie rückblickend sagen, es war die richtige Entscheidung bei BBS anzufangen?
Auf jeden Fall. Meine Arbeit macht mir Spaß und weckt nach wie vor meine Neugier. Zudem merke ich,
dass das was ich tue von anderen geschätzt wird – und ich habe auch die Arbeit anderer enorm zu
schätzen gelernt.
Und wie stellen Sie sich Ihre berufliche Zukunft vor?
Wie es im einzelnen weitergeht, lasse ich auf mich zukommen. Die Möglichkeiten bei Bayer Business
Services und im gesamten Konzern sind so vielfältig, dass ich mich da gar nicht festlegen möchte.
Auf jeden Fall möchte ich meine technischen und kommunikativen Fähigkeiten weiterentwickeln, um
mich mit neuen Herausforderungen und Verantwortlichkeiten noch fester in ein erfolgreiches Team zu
integrieren.