Christoph Bachmann
– Innovation Manager
bei Bayer Business Services, dem IT-Dienstleister des Bayer-Konzerns. Der 28-Jährige ist immer auf
der Suche nach Innovationen für den Personal-Bereich. Was er sonst noch macht und wie er zu der
Stelle kam, erzählt er im Interview.
Herr Bachmann, wie sind Sie gerade auf Bayer und den IT-Dienstleister Bayer Business Services aufmerksam geworden?
Nach dem Abi und der Bundeswehr war mir relativ schnell klar, dass ich eine Ausbildung machen
möchte, in der ich Studium und betriebliche Ausbildung kombinieren kann. Wichtig war mir dabei,
dass es sich um keine rein technische Ausbildung handelt, sondern auch ein BWL-Anteil dabei ist.
Ich habe mich dann für verschiedene Programme beworben. Auf das „WIN-Programm“, das Bayer damals
bot, bin ich durch eine Anzeige aufmerksam geworden.
Wofür steht „WIN“?
„WIN“ steht für die Kombination der Ausbildung zum Fachinformatiker und dem Studium der
Wirtschaftsinformatik.
Sie sagen, dass Sie sich für verschiedene Programme beworben haben. Warum ist Ihre Wahl letztlich auf Bayer gefallen?
Die anderen in Frage kommenden Unternehmen befanden sich alle in der Nähe meiner Heimat in
Süddeutschland. Da ich gerne in eine andere Ecke Deutschlands wollte, habe ich mich für Bayer und
Leverkusen entschieden. Die kombinierte Ausbildung bot genau das was ich wollte und hatte dazu noch
hervorragende Rahmenbedingungen wie beispielsweise ein Wohnheim für Auszubildende.
Wann haben Sie dann mit dem Programm begonnen und wie sah das aus?
Ich habe im September 2001 bei Bayer angefangen. Das Programm umfasste die betriebliche Ausbildung,
den Besuch der Berufsschule für Fachinformatiker sowie das Diplom-Studium an der Fachhochschule der
Wirtschaft in Bergisch Gladbach.
Wie lange haben Sie für dieses anspruchsvolle Programm gebraucht?
Den Ausbildungsteil zum Fachinformatiker habe ich 2003 mit der IHK-Prüfung abgeschlossen. Während
der Ausbildung durchlief ich verschiedene Bereiche des Konzerns wie beispielsweise verschiedene
Informatik-Abteilungen oder die Konzernrechnung. Parallel zum letzten Jahr des Studiums lief die
betriebliche Fortbildung, die ich bei der Dynevo GmbH, dem Mediendientsleister des Bayer-Konzerns
absolviert habe. Dort schrieb ich auch meine Diplomarbeit. Das Diplom hatte ich dann im September
2004 in der Tasche.
Nach dem Abschluss sind Sie weiterhin bei Bayer geblieben. Warum?
Ich bin bei Bayer geblieben, weil ich das Untnehmen zu schätzen gelernt habe und Aufgaben gesehen
habe, die zu mir passten und dich gerne übernehmen wollte. Außerdem stand für mich immer fest, dass
ich irgendwann im Ausland arbeiten möchte. Da passte es natürlich gut, dass sich die Abteilung bei
Bayer Business Services, in der ich nach meinem Diplom untergekommen bin, gerade begonnen hatte
sich international aufzustellen.
Und wie sind Sie dann zu Bayer Business Services gekommen?
Als Wirtschaftsinformatiker lag es nahe, sich bei dem IT-Dientsleister zu bewerben. Ich habe dann
direkt im Bereich der Personaldienstleistungen angefangen, in dem ich auch heute noch arbeite.
Meinen neuen Chef kannte ich außerdem bereits aus der Ausbildung.
Womit haben Sie sich in Ihrem neuen Job beschäftigt?
In meinen ersten zwei Jahren bei Bayer Business Services habe ich mich mit der
Schnittsellenbetreuung und Entwicklung im SAP-Bereich beschäftigt. Das war für mich damals auch
neues Terrain.
Und wie sind Sie zum Innovation Manager geworden?
Ich kam eigentlich zufällig damit in Berührung. Anfang 2007 war ich für die technische Organisation
und Koordinierung der Softwareentwicklung an einem internationalen Innovationsprojekt beteiligt.
Auf dieses Projekt folgten weitere, die ich zunächst von der forschenden Seite und später als
Innovationsmanager unterstützte. Die Arbeit in den Innovationsprojekten hat mir von Anfang an Spaß
gemacht, weil es eine ganz andere Art ist, mit IT umzugehen.
War die Internationalität Ihres ersten Innovationsprojektes eine Ausnahme?
Ganz und gar nicht. Damals war ich erstmals für zwei Wochen beruflich in Nordamerika. Aber auch,
wenn ich nicht persönlich in der Welt unterwegs bin, habe ich in den verschiedenen Projekten viele
internationale Kontakte – zur Zeit hauptsächlich nach Lateinamerika. Ende dieses Jahres werden
voraussichtlich zwei SAP-Projekte in Mexiko und Brasilien beginnen, die ich als Liaison Officer
unterstützen soll. Meine Aufgabe wird es dann sein, zwischen den IT-Teams in Deutschland und den
lateinamerikanischen Ländern zu vermitteln und entsprechend zu pendeln.
Ermöglicht Ihnen Bayer Job und Privatleben in Einklang zu halten?
Im Projektgeschäft schwankt die Arbeitsbelastung natürlich stark. Die Freizeit, die ich habe,
versuche ich so gut wie möglich zu nutzen. Ich treibe sehr gerne Sport und da bieten die Initiative
von Bayer-Kollegen, die selbst Fußball-Teams organisieren, und der TSV natürlich einiges. Nebenbei
setze ich zur Zeit übrigens noch ein MBA-Studium an der Fachhochschule für Ökonomie und Management
in Essen auf meine bisherige Ausbildung drauf. Dabei hilft es mir sehr, dass mein Arbeitgeber mich
die Zeit für Beruf und Studium relativ frei einteilen lässt.
Und was kommt nach dem Zweitstudium?
Was die Freizeit angeht, so werde ich mich auf jeden Fall wieder einer der zahlreichen
Kollegen-Gruppen anschließen, die nach Feierabend gemeinsam Fußball spielen. Beruflich wünsche ich
mir, die Internationalität des Unternehmens richtig auskosten zu können. Ich würde zum Beispiel
gerne für einen längeren Zeitraum für Bayer Business Services ins Ausland gehen – am liebsten nach
Lateinamerika.
Würden Sie rückblickend sagen, es war die richtige Entscheidung, bei Bayer Business Services anzufangen?
Auf jeden Fall. Bayer Business Services gibt einem die Möglichkeit, eigene Ideen umzusetzen und
auch bis zum Ende zu verfolgen, sodass man die Früchte seiner Arbeit auch zu sehen bekommt. Ein
klassisches Beratungsunternehmen wird das nicht bieten können.